
Draußen liegt eine 19-mm-starke Glasplatte mit niedrigem Eisengehalt – sie wartet darauf, zerschnitten zu werden. Wenn die Vorkalibrierung unzureichend oder ungleichmäßig ist, entstehen rissige Kanten sowie Mikrorisse, die beim Umgang mit dem Glas entstehen. Zudem beginnt der Temperierofen, Schrott zu verbrauchen. Wir haben unseren Vorheizer für das Schneiden von dickem Glas entwickelt, um diesen Schaden bereits im Vorfeld zu vermeiden.
Was wirklich wichtig ist: Der Vorheizer nutzt Kurzwellen-Infrarotstrahler, um Wärme direkt auf die Glasoberfläche zu leiten – dabei wird kaum Luft erwärmt. Die Oberfläche des Heizers erreicht Temperaturen von bis zu 600°C, doch die Glasoberfläche erreicht bereits nach Sekunden, nicht Minuten, Temperaturen zwischen 120 und 150°C. Wir nutzen ein optimiertes Leistungsprozess, das bis zu 24 kW liefert – das entspricht der thermischen Masse von 12–25 mm starkem, niedrigeisenhaltigem oder beschichtetem Glas. Die zonebasierte Steuerung sorgt dafür, dass das thermische Feld gleichmäßig bleibt – dadurch entstehen keine thermischen Spannungen und auch keine Risse an den Kanten.
Warum dieser Vorheizer in der Produktion erfolgreich ist: Beim Schneiden von dickem Glas ist es wichtig, dass die Wärme schnell zugeführt wird – ohne dass dadurch heiße und kalte Bereiche entstehen. Dadurch verkürzt sich die Zeit, die das Glas in der Schneidestation verbringt – dadurch steigt die Produktivität, ohne dass mehr Platz benötigt wird. Zudem reduziert diese schnelle Reaktion Schrott durch Risse an den Kanten, was wiederum weniger Nachbearbeitung bedeutet. Der Energieverbrauch sinkt ebenfalls, denn die Energie geht direkt ins Glas und nicht in den Raum. Bei hohen Leistungszyklen konnten wir einen Energieverbrauch von 15–20% weniger feststellen als bei herkömmlichen Vorheizern.
Ein paar Hinweise zur Nutzung: Der Vorheizer ist zwar für industrielle Anwendungen konzipiert, doch er benötigt dennoch saubere Stromversorgung sowie ausreichend Platz. Er sollte über eine spezielle 400-V-Dreiphasenversorgung betrieben werden, damit die Strahler stabile Temperaturen erreichen können. Zudem sollte ein Abstand von 200 mm zum Glas eingehalten werden, damit die Wärme abgeleitet werden kann. Nach jedem Start ist eine Aufwärmzeit erforderlich. Außerdem sollten die Strahler alle 6–8 Monate überprüft werden. Es handelt sich dabei um eine kurze Wartungszeit – doch dadurch bleibt das Temperaturprofil konstant und die Schneideeffizienz hoch.