
In der Linie für Glättung und Biegen sorgt die Vorheizstelle für die Nadellager dafür, dass die Temperatur des Glases bereits vor dem Öffnen der Ofentür festgelegt wird. Wenn das Glas mit einer kalten Kante auf die Nadellager trifft, entstehen durch den thermischen Schock feine Risse im Glas. Wenn die Wärmeverteilung nicht gleichmäßig ist, entstehen optische Verzerrungen, die dazu führen, dass das Glas die Prüfung nicht besteht. Wir haben unsere Vorheizmodule so konstruiert, dass eine konstante Temperatur über die gesamte Kontaktfläche gewährleistet wird.
Was wirklich wichtig ist
Wir verwenden kurzwellige Infrarot-Quarzstrahler in einer kompakten Anordnung – deren Größe den Abmessungen der Nadellager entspricht. Die Wärme wird direkt durch Strahlung übertragen, sodass keine Luftzirkulation notwendig ist. Die Anordnung der Strahler sowie die Geometrie der Reflektoren sorgen dafür, dass eine gleichmäßige Wärmeverteilung entsteht. Die Steuerung erfolgt geschlossen: Thermokoppeln an der Oberfläche der Nadellager steuern einen PID-Regler, der die Temperatur innerhalb von ±3°C hält. Dadurch bleibt die Energiedichte konstant, die Erwärmung erfolgt schnell und die Temperatur bleibt auch bei hoher Geschwindigkeit stabil.
Wichtig zu wissen: Gleichmäßige Erwärmung ist die einzige praktische Methode, um thermische Spannungen und optische Verzerrungen beim Glas zu vermeiden. Unsere Vorheizmodule bringen die Kanten und die Oberfläche des Glases in einen konstanten Temperaturbereich, bevor es in die nächste Bearbeitungsphase gelangt. Dadurch erfolgt der Übergang zum nächsten Schritt ohne lokale Schocks. Die Module passen in die Standard-Nadellager und können ohne Umbauten in bestehende Anlagen eingebaut werden. Dadurch wird die Zykluszeit verkürzt, es entstehen weniger beschädigte Glasplatten und die Energiekosten pro Teil sinken, da die Wärme nur dann erzeugt wird, wenn sie benötigt wird.
Ein paar Hinweise für die Betriebsstelle: Diese Module sind für den industriellen Einsatz konzipiert, doch Ausrichtung und Emissivität spielen weiterhin eine Rolle. Der Zustand der Nadellagerfläche beeinflusst direkt die Wärmeübertragung – daher sollten Beschichtungen und Ablagerungen stets kontrolliert werden. Es dauert etwa 15 Minuten, bis die stabile Betriebstemperatur erreicht ist. Die elektrischen Anforderungen sollten entsprechend der Last angepasst werden – auf mittelgroßen Anlagen liegt dies in der Regel bei 400 V dreiphasig. Ein Betrieb nahe der oberen Temperaturgrenze verkürzt die Lebensdauer der Strahler – halten Sie daher die Temperatur auf dem niedrigsten möglichen Niveau, um die Lebensdauer zu verlängern und gleichzeitig gegen thermische Schocks geschützt zu sein.